JANINA LAMBERTY
KONZEPTKUNST – DÜSSELDORF / BARCELONA
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KONZEPTKUNST und der Zufall

Die Vergänglichkeit des Moments

Mit ihren zum Markenzeichen gewordenen Cañas beabsichtigt Janina Lamberty den flüchtigen Moment zu fixieren und als künstlerische Ausdrucksform dieser Idee die blau-rot-grünen Elemente im Raum wirken zu lassen. Ihre Arbeiten gehen aus von der Zufallskomposition und zeichnen sich durch spielerische Eleganz aus.

Für die Künstlerin stellt sich sowohl die Aufgabe die Zerbrechlichkeit des Moments festzuhalten als auch den ästhetischen Reiz ihrer Zufallskompositionen auszuschöpfen.

Ihre zugrunde liegende Formidee ist es, der Offenheit ihrer Werke Raum zu lassen.  Das jeweilige Ergebnis ist nicht absehbar oder berechenbar und entzieht sich der Vernunft und Absicht. Eine sich verflüchtigende Komposition wird festgehalten, die sonst ein für alle Mal verloren wäre: Janina Lamberty gelingt es in ästhetisch-reflexiver Form die Begriffe Zeit, Zeitspannen, Vergänglichkeit und Wiederkehr zu visualisieren.

Die unterschiedlichen Erscheinungsweisen im Zeitfluss und das Festhalten eines Moments machen die Faszination dieser Arbeiten von Janina Lamberty aus.


 

Jutta Weber, Kunsthistorikerin MA

Aktuelles

Geodäsie und Kunst in Relation

Die Künstlerin Janina Lamberty setzt sich seit den 90ger Jahren mit der Wissenschaft „Geodäsie“ künstlerisch auseinander. Geprägt durch Ihre Ausbildung zur Vermessungstechnikerin, eine berufliche Laufbahn

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Momentaufnahmen im kreativen Prozess

Janina Lamberty macht mit ihrer Konzeptkunst, Zeit und Raum in einem kreativen Prozess sichtbar. Bei ihrer konkreten Kunst bezieht sie den Betrachter in einen Dialog ein. Es entsteht eine Kommunikation zwischen Künstlerin und Betrachter.
Janina Lamberty Canas Künstlerischer Prozess
Janina Lamberty Canas Künstlerischer Prozess 2

FEINSINNIGE ASSEMBLAGEN DES ZUFALLS​

In den Arbeiten von Janina Lamberty geht es um die Vergänglichkeit des Augenblicks und um die Konzentration auf einen ganz bestimmten Moment, wie etwa beim japanischen Zen-Bogenschießen. In dem Sie bewusst den Zufall als Gestaltungsprinzip einsetzt, sieht sich Janina Lamberty in der Tradition einer modernen Kunst, die von der Gleichwertigkeit des Gestalten und des Gefundenen, des Rationalen und des Unbewussten überzeugt ist.
1847

Ausgewählte Wand- und Raumobjekte

Das Spiel mit Licht und Schatten, Reflexion und Strukturen
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Bewußte Naturwahrnehmung im Zeitfluss

In ihrer Werkreihe „Cascadas“ beschäftigt sich Janina Lamberty mit einer Transformation von Wasserfall-Motiven. Ein erster Arbeitsschritt bringt rhythmische Wellungen hervor. Dabei ist die Qualität der verwendeten Papiersorte entscheidend. Anschließend werden papierne Fundstücke eincollagiert.

Die Rhythmisierung der Farbwerte lässt ahnen, wie sich ein Wasserfall beim Herabstürzen beschleunigt: Die Absicht, Zeitverläufe und Bewegung im Bild darstellen zu wollen, führt bei diesen Wasserfall-Motiven zu einer vertikalen Folge von „Farbbahnen“.

Aus Strohstäben bestehen die mit Japanpapier umwickelten „Cañas“. Diese Stäbe lässt die Künstlerin nach dem Mikado-Prinzip fallen, fixiert dann mit dem Kleber das zufällig entstandene Ergebnis. Auf diese Weise ergeben sich Strudel, Wirbel und bündelartige Formen, die bisweilen an Getreidegarben erinnern.

Man kann diese Gebilde sind als künstlerische Transformationen von physikalischen Kräften beschreiben, die in der Natur genauso wirken. Präsentationsästhetisch werden die „Cañas“ in Ausstellungssituationen als Reliefs bzw. Wandobjekte inszeniert. Eine Variante besteht aus Plexiglassäulen im Raum, mit Stäben im Inneren, die durch Vernähen aneinander gesetzt sind.

Jürgen Raap, Kunstkritiker

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